Die Schönbuch Braumanufaktur erhält zum 21. Mal den "Preis der Besten" der DLG in Gold.

Ausgezeichnet

Handwerkliche Braukunst und der Einsatz modernster Technik ermöglichen es der Böblinger Schönbuch Braumanufaktur, ausgezeichnete Bierspezialitäten zu produzieren. Die Braumanufaktur wurde zum 21. Mal von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) mit dem Preis der Besten ausgezeichnet. Die hervorragende Qualität der Braumanufaktur-Produkte spiegelt sich auch im Bierabsatz wider: Die Böblinger Bierbrauer steigerten ihn in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent.

"Wir sind mit unserem Bierabsatz in diesem Jahr sehr zufrieden", sagt Werner Dinkelaker, gemeinsam mit Götz Habisreitinger Geschäftsführer der Schönbuch Braumanufaktur in Böblingen. Beide führen das älteste Böblinger Unternehmen in der sechsten Generation. Entgegen des herrschenden Trends haben die Böblinger Bierbrauer ihren Bierabsatz im Vergleich zum vergangenen Jahr um drei Prozent steigern können. Bundesweit ist er rückläufig, in Baden-Württemberg beträgt der Rückgang 6,2 Prozent. "Die Kundschaft legt immer mehr Wert auf regionale Produkte. Es zeigt sich, dass wir auf dem absolut richtigen Weg sind, indem wir beispielsweise die Braugerste ausschließlich von Landwirten aus der hiesigen Region beziehen", erklärt Dinkelaker. Darüber hinaus sei der Einsatz modernster Technik gepaart mit handwerklicher Braukunst entscheidend für ein hochwertiges Bier. So hat die Schönbuch Braumanufaktur in den vergangenen Jahren unter anderem in die Flaschenabfüllung, die Sudhaussteuerung, den Lagerkeller oder die Kältetechnik investiert.

Transparenz ist den Böblinger Bierbrauern ein wichtiges Anliegen. "Bei uns gibt es im Rahmen der Brauereiführungen die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen", sagt Werner Dinkelaker. Dabei werde genau erklärt, wie das Bier produziert wird, woher die Rohstoffe stammen. "Somit kann jeder nachvollziehen, womit wir unser


Bier herstellen", betont Götz Habisreitinger. Die Schönbuch Braumanufaktur setzt auf das so genannte Ein-Sud-Verfahren. Jeder Sud wird in einem Lagertank abgefüllt und nicht etwa mit anderen Suden derselben Biersorte vermengt. "Jeder Sud ist eine eigene Charge. Bei uns werden die Sude nicht miteinander verschnitten. So hat bei uns jedes Bier seinen eigenen Charakter", sagt Dinkelaker.

Vor vier Wochen hat das Böblinger Familienunternehmen, die Braumanufaktur besteht seit 1823, einen hellen Doppelbock abgefüllt. Er ist eine besondere Bierspezialität, in Baden-Württemberg einzigartig. Künftig will Gustavo Tresselt, er ist der Braumeister der Braumanufaktur, jährlich zusätzlich zu den gewohnten Sorten drei unterschiedliche Bierspezialitäten einbrauen. Werner Dinkelaker: "Wir sind mit unserer Größe und unserer Technik im Gegensatz zu großen Brauereien in der Lage, besondere Biere in einer limitierten Menge zu produzieren. Das zeichnet uns aus." Um welche Bierspezialitäten es sich handelt, will Dinkelaker noch nicht verraten, nur soviel gibt er preis: "Es wird sich unter anderem um ein dunkles Bier handeln." Gustavo Tresselt ergänzt: "Wir Bierbrauer sind wie die Köche. Wir wollen auch immer etwas Neues kreieren." Dass das beim Doppelbock besonders gelungen ist, zeigte dessen Verköstigung. Die Gäste waren begeistert von diesem Bier.

Die Schönbuch Braumanufaktur verändert in den kommenden Wochen Schritt für Schritt ihr Erscheinungsbild. Es gibt neue Etiketten mit dem Schriftzug Braumanufaktur, zudem investiert die Brauerei, die 30 Mitarbeiter hat, in neue Kästen. Dinkelaker: "Wir haben 50.000 neue Kästen bestellt, die Schritt für Schritt in den Markt kommen. Die alten Kästen werden geschreddert, das Granulat wird für neue Kisten verwendet."