Schmackhafte Heckengäulinsen in 3000 Bierkästen

Kooperation zwischen der Schönbuch Braumanufaktur und dem Plenum Heckengäu


Die Schönbuch Braumanufaktur wie das Plenum Heckengäu setzen auf Regionalität, Nachhaltigkeit, Produkte aus der Region für die Bevölkerung der Region. Vor diesem Hintergrund liegt es nahe, dass die Böblinger Bierbrauer und das Plenum Heckengäu eine Kooperation eingehen bei der Vermarktung der Heckengäulinse. In 3000 Bierkästen der Böblinger Brauer wird jeweils ein Päckchen Linsen mit 200 Gramm Inhalt beigelegt, zudem ein Flyer mit einem Rezept: Linsen mit Spätzle und Saitenwürsten.

Produkte aus der Region für die Bevölkerung der Region anbieten. Die Wertschöpfung in der Region erhalten. Beste Qualität liefern bei möglichst kurzen Wegen vom Erzeuger bis hin zum Verbraucher. Das sind unter anderem die Ziele, die sich das Plenum Heckengäu auf die Fahnen geschrieben hat. Und das sind auch die Ziele der Schönbuch Braumanufaktur. „Wir zeigen Flagge für die hiesige Region“, betont Braumanufaktur-Geschäftsführer Werner Dinkelaker. „Wir stehen zu einhundert Prozent hinter dem regionalen Konzept und leben es vor.“ Das zeigt sich beispielsweise bei der Braugerste, bei der sogar von einem lokalen Konzept gesprochen werden kann. Sie wird auf heimischen Feldern vor den Toren der Schönbuch Braumanufaktur zwischen Steinenbronn und Hildrizhausen von 25 Landwirten auf einer Fläche von 120 Hektar angepflanzt. „Wir haben hier sehr gute Bedingungen für die Braugerste und erhalten eine sehr gute Qualität“, sagt Werner Dinkelaker über die Braugerste, aus der das Braumalz, die Seele des Bieres, hergestellt wird.


Die Heckengäulinse ist wie die Biere der Braumanufaktur ein Beispiel dafür, wie die Ziele Regionalität und Nachhaltigkeit in der Praxis erfolgreich umgesetzt werden können. Siegfried Zenger, Geschäftsführer von Plenum Heckengäu, und der Renninger Landwirt Andreas Kindler kamen 2008 auf die Idee, diese Frucht wieder auf den heimischen Äckern anzupflanzen. Jahrzehntelang waren Linsen auf den Böden des Kreises Böblingen nicht mehr zu sehen, zuvor gehörten sie zu einer beliebten Kultur.

2009 war die erste Aussaat, etwa 1,5 Tonnen Linsen wurden damals geerntet, die Anbaufläche betrug zwei Hektar. In den vergangenen Jahren verzehnfachte sich die Anbaufläche, so wird es auch in diesem Jahr der Fall sein. „Die Heckengäulinse ist ein Erfolgsprojekt“, sagt Siegfried Zenger , Geschäftsführer von Plenum Heckengäu. Sechs Landwirte pflanzen die Heckengäulinse inzwischen an. „Die Muschelkalkböden aus dem Heckengäu sind bestens dafür geeignet. Das ist ein sehr trockener und humusarmer Boden, der sehr gut für Linsen geeignet ist“, erklärt Andreas Kindler.

„Die Idee der Zusammenarbeit zwischen unserer Braumanufaktur und dem Plenum Heckengäu ist bei der Aussaat der Linsen im vergangenen Jahr entstanden“, erzählt Dinkelaker. Bei dieser Aussaat waren er, Andreas Kindler wie auch Martin Sessler dabei, Geschäftsführer der Sesslermühle in Renningen. Dort werden die Linsen in einem aufwändigen Verfahren gereinigt. Dazu werden Gebläse, Siebe und zum Schluss ein Farbsortierer genutzt. „Die Kooperation soll eine gewisse Kontinuität erhalten. Sie wird auch im kommenden Jahr wieder stattfinden“, sagt Werner Dinkelaker.